Walking into Laure Prouvost’s exhibition I nearly missed a note she had dropped. She had written it for the moment I moved through the liminal glass passage where you can see galleries in front and behind, yet below lies the water of Lake Lucerne. It read «…look iam waving but maybe you cant see me I can see you, you look great today…» in sloping cursive, though nobody down there seemed to be looking up.
Last year, the young London-based urban design group Assemble won the Turner Prize. Their claim to function as a ‹studio› and for the non-art status of their work makes their new found place in art's discourses an interesting symptom of the critical gaps and lacks in the growing attention paid to art collectives. This article briefly maps out some of the key issues and missing tools that critics still need if we are to adequately understand how art collectives both re-make their own non-identity and make artworks as, in tandem, a doubled-up form of co-artworking.
Ein kleines Feld, circa 2835 Kilometer Luftlinie von Zürich entfernt, in Shindisi, einem Dorf in Georgien. Dort fand vom 1. bis 4. September 2016 das Projekt Tbilisi 16 statt. «Extra muros»! – so wurde Tbilisi 16 auch auf der Website der Kunsthalle Zürich angekündigt, während diese wiederum von der Manifesta 11 What People Do For Money eingenommen (bzw. vertrieben) wurde. Hinaus aus der Institution, weg vom Kapital, «off to hear, see and feel what people do for no money…!».
Fragments of an Archive consists of 9 videos featuring poetry readings, documentary footage, digital animations, field recordings and photos from the artistic «archives» which were produced during the formation of the exhibitions, A Season in Shell (Zurich, 2014), Mutual Aid (Zurich, 2016) and a performance in the framework of New York post-et préfiguratif (NYC, 2015). The exhibitions and performance looked at transnational trade flows of objects and ideas between Africa, China and Switzerland.
Someone I met in Berlin a little while ago said he couldn't wait for the Biennale to end so that people could finally start talking about something else. The shock of the summer in this city was that Manifesta 11 wasn't the big talking point after all, but that the excellent retrospective of Francis Picabia at the Kunsthaus Zürich was. In fact, these two exhibitions had more in common than just their dates; while DIS used to concern themselves primarily with visual tropes of 21st century work (the theme Manifesta chose as its subject matter), the Picabia show and the DIS Biennale engage much more with questions of artistic authenticity, sincerity and political responsibility.
Das ist schon ein merkwürdiges Interview, das Barbara Preisig da mit Mareike Dittmer auf Brand-New-Life angesichts der Einstellung von Frieze d/e geführt hat. Merkwürdig vor allem, weil Barbara Preisig der Co-Publisherin von Frieze d/e, die lange Zeit vor allem für die Anzeigenakquise verantwortlich war, die naheliegendste Frage allzu höflich nicht gestellt hat: Die Frage nämlich, ob die Einstellung nach fünf Jahren scheinbar erfolgreichen Arbeitens nicht vielleicht auch wirtschaftliche Gründe hat.
Die Zeitschrift Frieze d/e wird nach einer Laufzeit von 5 Jahren eingestellt. Der deutschsprachige Raum verliert dadurch eine einflussreiche, kunstkritische Stimme. Über die folgenreiche Entscheidung, sich zukünftig auf eine englischsprachige Berichterstattung zu beschränken, sprach Barbara Preisig mit Mareike Dittmer, Co-Publisher von Frieze d/e.
Kurz vor der Eröffnung der Manifesta 11 veröffentlichten wir auf Brand-New-Life einen vom Pseudonym Regina Pfister verfassten Artikel zu Arbeitsbedingungen und Lohnpolitik der in Zürich gastierenden Wanderbiennale. Regina Pfisters Kritik blieb nicht allein. In diversen Zeitschriften, Zeitungen, auf Blogs und auch in unserem Emaileingang häuften sich die Kommentare zu Kunst, Arbeit, Geld und zur Manifesta. Eine Sammlung dieser Stimmen haben wir hier zusammengetragen.
Im April eröffnete das Kunstmuseum Basel seinen Neubau. Vor kurzem folgte das Bündner Kunstmuseum in Chur, und in Zürich sind die Bauarbeiten für die Kunsthauserweiterung in vollem Gange. Diese Bauprojekte zeugen von einem nachhaltigen Vertrauen in öffentlich getragene Kunstmuseen. Doch welches Verständnis von Öffentlichkeit wird hier vermittelt? Ein Augenschein in Basel.
Das kompetitive und selektive Verfahren von Call for Proposals hat in den letzten Dekaden und im Kontext neuer Wissensökonomien, die prekäre, mobile und flexible Arbeitsverhältnisse etablieren, Konjunktur erfahren. Hat der Call, diesseits von kostensparender Produktion, Outsourcing und Wettbewerb aber auch das Potenzial, andere künstlerische und kuratorische Handlungsformen zu provozieren?
Peinlichkeit hat das Zeug zur Selbstermächtigung. Vielleicht, weil sie etwas Flüchtiges ist und sich die Wertgefüge, die Peinliches mitproduzieren, ständig verschieben. Hier die Annäherung an eine Befindlichkeit, in welcher das Persönliche und Soziale kollidieren. Ausgangspunkt und Hauptinteresse liegen auf der Zürcher Veranstaltungsreihe Die Neue Peinlichkeit von 2015. Parallell dazu habe ich die Künstler/innen Silvia Popp und Jan Sebesta zu einem erweiternden Beitrag eingeladen. Es entstanden zwei Bildfolgen und ein Text, die Peinlichkeit als Handlungsraum nutzen.
For the past five years the paintings of Vittorio Brodmann have relied on a commitment to small-scale canvases and surrealistic animated figuration. In his first major institutional solo, Water Under the Bridge, Brodmann keeps the latter while adding monumentality to the scale of his artistic ambitions. It’s an invigorating and generous slam dunk, breaking open new and exciting avenues for his work.
Gefühlterweise gibt es immer mehr Magazine über Kunst, Kultur, Lifestyle und dergleichen, immer mehr Titel, lokale und internationale, gute und mässige. Doch was machen damit? Lesen und fortwerfen? Oder doch stapeln und aufbewahren? Dieser Text wundert sich über die (Qualität der) Quantität der Kunstmagazine und darüber, was denn jene ausmacht, die selbst regelmässige Wohnungswechsel überleben.